Das Käsefondue kommt zu Europearls

Gruezi Europearls
Gruezi Europearls

Seit längerer Zeit fragen uns etliche Kunden, ob wir nicht einmal einen Käsefondueabend bei uns anbieten möchten. Dem Wunsch kommen wir sehr gerne nach! Wer also Lust auf einen zünftigen schweizer Abend in geselliger Runde hat, dem bieten wir am 21.02.2013 um 19:30 ein original schweizer Käsefondue. Mehr unter "Event & Neuigkeiten"

 

Geschichte, Legenden und Traditionen 

Ob es nun die Schweizer oder die Franzosen waren, darüber streiten sich die Geister. Sowohl die Schweiz als auch Savoyen in Frankreich, wo es als Fondue savoyarde als Landespezialität bekannt ist, erheben den Anspruch auf den Ursprung des Fondues. Das Käsefondue als Schweizer Nationalgericht gibt es erst seit den 1950er Jahren – erst mit der Aufnahme des Gerichtes in die Armeekochbücher wurde das Fondue in der ganzen Schweiz bekannt. Die Wehrmänner brachten das Rezept aus dem Militärdienst in die Familien.

 

Die Geschichte des Fondues ist jahrhundertealt und die genaue Herkunft des Käsefondues ist unklar. In den Alpen waren die Sennen stark von der Umwelt abgeschnitten und die Grundnahrungsmittel, die dort selbst produziert werden konnten, waren Brot und Käse. Mönche wiederum durften in der Fastenzeit keine feste Nahrung zu sich nehmen. Durch das Schmelzen von Käse wurde der Hunger gestillt, ohne die Fastenregel zu brechen.

In der Schweiz selbst ist die Erklärung weit verbreitet, der Ursprung des Fondues liege in der Kappeler Milchsuppe, die beim Friedensschluss im ersten Kappeler Krieg gegessen wurde.

 

Was so einen geselligen Abend noch geselliger werdden läßt, sind die vielen Bräuche und Gewohnheiten, die sich um das Käsefondue ranken. Beispielsweise muss ein Teilnehmer, der sein Brot im Fondue-Topf verliert eine Runde bezahlen oder ein Lied singen. Das mit der Runde freut den Gastronomen in mir, aber so weit wollen wir denn nun doch nicht an unserem Abend gehen. Trotzdem - etwas Tradition solllten wir aufleben lassen. Natürlich entscheiden das die Gäste!

 

Zubereitung und Variationen

Was ist den nun eigentlich ein Käseforndue? Das traditionelle Schweizer Käsefondue besteht aus einer Mischung von geschmolzenem Käse und Weisswein. Abgeschmeckt wird es mit einem Schuss Kirsch und je nach Belieben mit Knoblauch und Pfeffer.

Der verwendete Käse bzw. die verwendete Käsemischung entscheiden über den Geschmack. Wir werden an diesem Abend das in der Schweiz übliche «moitié-moitié» (französisch für «halb-halb») anbieten, bei dem je zur Hälfte Vacherin und Greyerzer zugegeben werden. Für kräftigere Fondues werden Mischungen mit Greyerzer, Appenzeller und Emmentaler verwendet.

 

So vielfältig wie die Schweiz ist, so unterschiedlich genießen die Schweizer ihr Käsefondue in zahlreichen regionalen Variationen. Erwähnenswert sind hier das Appenzeller Fondue, das nicht aus einer Mischung, sondern ausschliesslich aus Appenzellerkäse zubereitet wird. Im Kanton Freiburg wird ein Fondue (Fondue fribourgeoise) nur aus der Käsesorte Freiburger Vacherin (mindestens zwei, besser drei Reifungsgrade) genossen, manchmal aus Vacherin und Greyerzer zu gleichen Teilen. Die Genfer mischen zwei Teile Greyerzer und einen Teil Reclettekäse. Die Ostschweizer bevorzugen eine Mischung aus gleichen Teilen Greyerzer, Appenzeller sowie Tilsiter. In der Region Basel weit verbreitet ist eine Mischung aus gleichen Teilen Greyerzer, Vacherin und Appenzeller.

Aus Frankreich stammt das Fondue savoyarde («Savoyer Fondue»), das aus den Käsesorten Emmentaler, Comté und Beafort besteht. Eine Spezialität aus dem Nordwesten Italiens ist die Fonduta valdostana («Aostataler Fondue») bzw. die Fonduta piemontese («Piemonteser Fondue»), die auf der Grundlage von Fontina mit Butter, Eigelb,[Milch und weissen Trüffeln zubereitet wird.

Weit verbreitet sind Tomaten-Fondue (mit Tomatenmark eher gefärbt als aromatisiert), Kräuter-Fondue (mit verschiedenen Kräutern), Knoblauch-Fondue (mit deutlich mehr Knoblauch als üblicherweise), Curry-Fondue (mit etwas Curry) und Champagner-Fondue, wobei anstelle des Weissweines Schaumwein oder Champagner verwendet wird.

 

Der passende Wein: Fendant

Natürlich benötigen wir auch den richtigen Wein. Der Fendant ist ein typischer Schweizer Weissweinaus dem Kanton Wallis. Er ist süffig, für seine Fruchtigkeit bekannt, und eignet sich damit hervorragend als Begleiter eines Käsefondues.

 

Er wird im Wallis überall angebaut und wird aus Trauben der Chasselas-Rebe (in Deutschland Gutedel genannt) gewonnen, welche sonst eher als Tafeltrauben Verwendung finden. Sein Anteil an der Gesamtrebfläche des Kantons beträgt rund ein Drittel. Die Anbaugebiete liegen im Schutz der umliegenden Berge sowohl am oberen Wallis als auch im unteren Vespertal. Hier ist es ausgesprochen warm und trocken. Die Wasserversorgung erfolgt vielerorts durch angelegte Wasserleitungen, die schon im Mittelalter verlegt wurden.

 

Der Name des Weins leitet sich von der Eigenschaft der Traube ab, sich zu spalten (frz. fendre = spalten, brechen). Reife Trauben können sich ohne Flüssigkeitsverlust durch leichten Fingerdruck in Schale und Fruchtfleisch spalten. Sobald die Beeren zwischen den Fingern leicht gedrückt werden, springen sie richtiggehend auf. Die Beeren werden sorgfältig gepresst und anschließend vergoren. Danach erfolgt der Ausbau in Edelstahltanks für circa sechs Monate.


Der Name Fendant ist eine geschützte Bezeichnung für Chasselas und ist ausschließlich den Weinen der Walliser Chasselas vorbehalten.

 

Abgerundet wird der Abend durch einen gutes Kirschwasser, Kaffee Vor- und Nachspeise.

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 

 

 

 

 

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